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    Noch 5 Minuten Mama! – Timer gegen Wutanfälle

    Das Kind spielt selig ruhig in seinem Zimmer und ihr müsst los! Oder es ist Bettzeit oder ihr ruft zum Essen. Oder oder. Egal, was der Grund ist, ihr  wollt, dass das Spielen nun beendet wird. Für uns ist es nun Zeit zur nächsten Sache überzugehen. Für unser Kind jedoch nicht. Es will lieber weiter spielen und kann so gar nicht verstehen, warum es denn nun aufhören sollte. Solche Situationen können leicht zu Wutanfällen des Kindes führen und beide Parteien sind genervt.

    Wir hatten diese Wutanfälle oft morgens, wenn es Zeit war zur Kita zu gehen und abends, wenn es Zeit war ins Bett zu gehen. Unsere Große wollte noch etwas spielen oder lesen. Und wenn wir das erlaubt haben und die Zeit um war, wollte sie weiter spielen. Mit gutem Zureden und erklären war da nicht viel zu machen. Sie wurde wütend und konnte es nicht verstehen, warum sie denn nun ins Bett musste und das ihre Zeit zum spielen um war.

    Und ich war genervt und frustriert! Diese Situationen wurden immer mehr zu einem Machtkampf und das wollte ich nicht. So konnte das nicht weitergehen. Ich suchte nach einer Lösung, wie wir ihr Bedürfnis nach spielen und unserem Bedürfnis der Pünktlichkeit besser vereinbaren konnte. Also habe ich mich ein wenig belesen. In einem Buch zum Thema Trotz- und Autonomiephase fand ich den Tipp mit der Eieruhr. Man nimmt eine Eieruhr oder einen Wecker und erklärt seinem Kind, dass er eine gewisse Zeit zum spielen hat, bevor man z.B. aufbrechen muss um pünktlich in der Kita anzukommen. Beim klingeln der Eieruhr ist seine Spielzeit vorbei. Wenn es klingelt, soll es bitte sein Spiel beenden und sich anziehen. Die Idee war ich auf anhieb super, da auf diese Weise beide Parteien, Kind und Erwachsener, das bekommen, was sie sich wünschen.

    Wutanfälle minimieren

    Ich habe die Idee mit der Eieruhr an unserer Tochter ausprobiert. Am nächsten Morgen stellte einen Wecker auf und erklärte ihr, dass wir noch ein bisschen Zeit haben, bevor wir zur Kita aufbrechen müssen. Wenn sie Lust hat, kann sie noch etwas spielen. Ich stelle ihr den Wecker und wenn dieser klingelt, müssen wir uns anziehen. Ich fragte sie, ob sie das verstanden hat und ob wir das so machen wollen. Sie antwortete mit ja. Ich stellte also einen Timer von 10 Minuten ein und wir spielten gemeinsam. Als der Wecker dann klingelte, beendete sie ohne Meckern ihr Spiel und stand auf. Sie war bereit sich anzuziehen. Ich war begeistert! Der übliche Wutanfall ist ausgeblieben.

    Seit dem Nutzen wir einen Timer in folgenden Situationen: beim Spielen vor der Kita oder wenn wir irgendwohin wollen, für ihre Fernsehzeiten und Abends vorm zu Bett gehen. Mittlerweile fragt sie immer nach, ob wir auch den Timer gesetzt haben! Das Prinzip hat sie wirklich verinnerlicht.

    Fazit: Timer als Konfliktlösung

    Seit wir einen Timer in den oben beschriebenen Situationen nutzen, haben wir fast keine Streitereien und Wutanfälle mehr. Ab und zu kommt es zwar vor, dass sie sich weitere  5 Minuten für ihre Tätigkeit wünscht und wenn diese nicht gewährt werden können, haben wir es mit ein bisschen Gejammer und Gemecker zu tun. Aber die großen Wutausbrüche bleiben aus. Ich habe das Gefühl, dass der Einsatz eines Timers, unserer Tochter beim Einordnen ihrer Zeit unterstützt und es für sie nicht so willkürlich ist, wenn es Zeit zum gehen ist und sie ihr Spiel beenden muss.

    Habt ihr Erfahrungen mit dem Nutzen von Timern? Welche Lösungen und Strategien nutzt ihr für einen entspannten Morgen oder Abend mit Kindern bei Zeitstress? Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und Vorschlägen freuen.

     

     

  • Familie

    Die vorbereitete Umgebung – das Bad #montessorientdecker

    Über den heutigen Beitrag freue ich mich sehr, da ich schon länger mal einen Beitrag über unsere montessori-Inspirierte Wohnung schreiben wollte.

    Über die Montessoripädogogik bin ich zum ersten Mal auf Pinterest gestoßen. Mein Interesse und meine Begeisterung für die Lehren waren sofort geweckt. Nach einigem recherchieren und viel lesen, war ich mir sicher, dass ich einige Dinge der Montessoripädogik in unseren Alltag integrieren möchte.

    Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe, dem #montessorimontag. Der erste Teil der Reihe befasst sich mit der Vorbereiteten Umgebung. In den nächsten Wochen wird jeden Montag ein Raum als Thema gewählt.

    Der #montessorimontag der #montessoriEntdecker

    Die Reihe wurde von den #montessorientdecker ins Leben gerufen. Gegründet wurde die Plattform von Sabrina (Wunschkind – Herzkind – Nerzkind) und Manuela und Michaela (Wunderwerkstatt) und wird von weiteren Bloggern wie Tanja von Tafjora, Kristina von Kind, Küche, Chaos, Marie von Juno und Gefährtin und Ricarda von Tiger’sAbenteuer unterstützt.

    Ziel der Plattform ist der Austausch von Erfahrungen und jeder, der “sein Kind mit wachsender Aufmerksamkeit beobachtet – und bereit ist, sich auf dessen Bedürfnisse Tag für Tag neu einzulassen, ein #Montessorientdecker” (Quelle MontessoriEntdecker).

    Die Vorbereitete Umgebung – das Bad

    Unter der vorbereiteten Umgebung versteht man, dass sich die Umgebung, z. B. die Wohnung, an die psychischen Bedürfnisse des Kindes angepasst wurden. Auf diese Weise hat das Kind die Möglichkeit sich mit allen seinen Sinnen zu entfalten.

    In dem heutigen Beitrag geht es um das Zimmer Badezimmer. Wie kann man also das Badezimmer so herrichten, dass sich ein Kleinkind selbstständig darin bewegen kann? Waschbecken und Co. sind ja nicht Höhen verstellbar. Wenn man in einer Mietwohnung wohnt, sind Umbauarbeiten auch nicht sehr leicht umzusetzen.

    Das Badezimmer auf die Bedürfnisse meiner Tochter (3 Jahre alt) und nun meines Sohnes (11 Monate) zu gestalten, war für mich nicht sehr einfach. Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht und das Internet nach Inspiration abgesucht. Da habe ich auch tolle Ideen gefunden, die für uns leider nicht umsetzbar waren bzw. nicht mehr nötig waren.

    Unser Badezimmer

    Wir sind letztes Jahr umgezogen und haben nun das Glück zwei Badezimmer zu haben. Eins davon ist nun das “Kinderbadezimmer” und das andere gehört uns Erwachsenen :-).

    Als wir das Kinderbadezimmer einrichteten, war unser Sohn noch ein kleines Baby und seine Bedürfnisse daher noch nicht berücksichtigt worden.

    Wir haben ein offenes Regalsystem in diesem Badezimmer. Auf den unteren Regelböden befinden sich unsere Handtücher. Die Kinder haben ihre eigenen Handtücher, die ich immer ganz nach oben auf den Stapel lege. So kann sich meine Tochter vor dem Baden ihr eigenes Handtuch rausholen. Auf den oberen Regelböden befinden sich Dinge, die nicht für Kinderhände sind wie z.B. unsere Medikamentenkiste.

    Im Regal unter dem Waschbecken befinden sich zwei Körbchen für Kleinzeug. In dem einen Körbchen befinden sich die Kindersachen wie Badewasserzusatz, Malseife und alles was das Kinderherz beim Baden höher schlagen lässt. In dem anderen Körbchen sind allgemeine Dinge, wie unser Kulturbeutel, Zahnbürstenbehälter und ähnliches drin.

    MontessoriEntdecker - vorbereitete Umgebung Bad

    Unser Waschbecken mit Tritthocker und Spiegel auf Höhe des Kindes

    Neben dem Regal habe ich einen Spiegel und einen kleinen Aufbewahrungsbecher für ihre Zahnbürste angebracht. Ich wollte etwas flexibles in der Anbringung und habe mich daher für die Badezimmer-Serie Stugvik von Ikea entschieden. Durch die Saugnäpfe habe ich mir das Bohren in die Fliesen erspart und kann den Spiegel und den Becher nach der Größe meiner Tochter bzw. meines Sohnes anpassen.

    Der Spiegel hat kleine Haken an denen man ein Handtuch, eine kleine Bürste oder auch ein paar Haargummis aufhängen kann.

    MontessoriEntdecker - vorbereitete Umgebung Bad

    Einfacher höhenverstellbarer Spiegel mit Platz für Handtuch, Waschlappen und Bürste

    Als wir umgezogen sind, war meine Tochter groß genug um mit Hilfe eines Hockers an den Wasserhahn im Waschbecken ranzukommen. Daher haben wir keinen speziellen Waschtisch für sie.

    Mit Hilfe des Hockers kommt sie auf die Toilette und mittlerweile auch in die Badewanne rein.

    Auf dem Badewannenrand steht das Shampoo sowie das Spielzeug. In der Badewanne kommt sie alleine an die Duschbrause und an den Wasserhahn.

    MontessoriEntdecker - vorbereitete Umgebung Bad

    Alles in Reichweite

    Erweiterungen nötig

    Unser kleiner Sohn, jetzt 11 Monate, wird so langsam mobil und auch er soll sich selbstständig im Bad zurechtfinden. Unsere aktuelle Lösung wird dann auf seine Bedürfnisse angepasst. Ich bin schon sehr gespannt, wie unsere Routine im Bad mit zwei Kindern aussehen wird.

    Weitere Badezimmer-Einblicke findet ihr bei den MontessoriEntdeckern auf Facebook. Viel Spaß beim Lesen und inspirieren lassen!